Gesundheitstipps

 

zu folgenden Themen:

Vorbeugung und Selbstbehandlung

gesunde Ernährung

 Impfungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

So schlagen Sie dem Infekt ein Schnippchen

Pflanzen und Bakterienlysat machen das Immunsystem fit

Die Erkältungserreger von über 100 Virenstämmen machen unserem Immunsystem die Arbeit vor allem im Winter schwer. Zum Schutz vor Infekten gilt:

- Viren vermeiden und Körper warmhalten! Nicht immer kann man Menschenansammlungen (Berufsverkehr in öffentlichen Verkehrsmitteln) ausweichen, aber warme und trockene Kleidung sollten ein Muß sein.

 - Zink-Päparate** können die Erkältungssymptome mindern. Das wurde zum Beispiel in einer placebokontrollierten Studie festgestellt. (Arm Intern Med 2000, 133, 245)

 - Gurgeln mit Salzwasser

 - heiße Hühnersuppe ( Wirksamkeit ist durch Studien belegt!)

 - warme Getränke

- Eine Behandlung mit immunmodulierenden Bakterienlysaten** bietet sich für Kinder und immungeschwächte Erwachsene an, die oft zu Erkältungsinfektionen neigen. In einer Studie wurde bei Kindern durch eine zyklische Therapie die Infektrate um mehr als ein Drittel vermindert.

- Echinacea, Thuja und Baptisia** oder Kombinationen aus diesen Pflanzen gehören zu den typischen pflanzlichen Immunmodulatoren. Sie sind indiziert bei chronisch rezidivierenden Infekten, oder um generell die Infektanfälligkeit zu mindern. Wichtig ist dabei, daß eine Intervalltherapie gemacht wird: zehn Tage Einnahme -- vier Tage Pause - zehn Tage Einnahme - immer im Wechsel über vier bis acht Wochen.

- Zur Immunstimulation während der akuten Krankheitsphase habe ich zudem gute Erfahrungen mit einem Präparat mit Kapuzinerkresse und Meerrettich** ( z.B. Angiocin Anti Infekt) gemacht. Oft kann man damit sogar auf eine Antibiotikatherapie verzichten. Außerdem wird die Rezidivrate gesenkt und die Rekonvaleszenz-Zeit verkürzt.

- Wärmeansteigende Fußbäder wirken vorbeugend, aber auch bei einer hochakuten Sinubronchitis - ähnlich wie regelmäßiges Saunieren. Über 20 Minuten wird dabei Wasser von 35 auf etwa 40 Grad Celsius erwärmt. Es soll zu einer merklichen allgemeinen Überwärmung und zur deutlichen Schweißbildung auf der Stirn kommen.

- Feuchte Wickel sind eine wirksame natürliche Maßnahme bei Halsentzündungen und Atemwegsinfektionen. Sie sind leicht zu handhaben.

**Aber Merke: Medikamente zur Vorbeugung und Immunstimulation sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung und werden deshalb von den Krankenkassen nicht erstattet.

 

Naturhilfen bei Magen- und Darmbeschwerden

Falsche Eßgewohnheiten, Hektik und Stress machen Magen und Darm ganz schon zu schaffen,. Wird es den Organen zu viel, reagieren sie verstimmt. Bei leichten Beschwerden kann erst einmal auf alte Hausmittel zurückgegriffen werden. So kann bei Verstopfung Fenchel- oder Holundertee sehr hilfreich sein. Unsere Großmütter setzten auf die Kraft von Dörrpflaumen, Leinsamen, Sauerkraut oder Rizinusöl, wendeten aber unterstützend auch kalte Fußbäder an.

Wirksame Mittel gegen Blähungen: Anis- oder Kümmeltee. Und bei Sodbrennen können Emser Salz, Heilerde, rohe Kartoffeln oder Sauerrahm die Beschwerden lindern. Bei Durchfall gelten Aufgüsse mit Blutwurz oder aus Heidelbeeren als bewährte Naturrezepte. Auf jeden Fall sollten Sie Ihren Flüssigkeitshaushalt stabilisieren, indem sie möglichst viel trinken, am besten auch Mineral- und Vitaminhaltige Getränke oder eine einfache Brühe. Wer die Beschwerden nicht mit Haferschleim kurieren will, kann es auch mit Cola und Salzstangen probieren. Eine einfache Methode ist, mehrfach am Tag geriebene rohe Äpfel zu essen. Bei Erbrechen empfehle ich Melissengeist und Pfefferminztee. Und einen gereizten Magen beruhigen Melissentee, Johanniskrautöl oder ein aufgelegter Heublumen-Sack. Bei Krämpfen reicht oft schon die gute alte Wärmflasche. Ein Rezept aus der Teeküche: eine Mischung aus Kamille und Gänsefingerkraut wirkt oft wahre Wunder! Sind die Beschwerden allerdings nach zwei bis drei Tagen nicht verschwunden oder haben sich zwischenzeitlich verstärkt, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufzusuchen, um mögliche ernsthafte Ursachen untersuchen zu lassen.

Achtung: Besonders bei Kindern ist bei Durchfällen und Erbrechen Vorsicht angeraten, da es durch die verstärkten Ausscheidungen zu einem bedrohlichen Flüssigkeitsmangel kommen kann.

Weitere Infos im Internet unter http://www.phytotherapy.org/gphy/grippe.htm 

 

 

 

 

Impfungen

 

Grippeschutz muss jährlich erneuert werden

Kaum einer bleibt in der kalten Jahreszeit von Husten, Schnupfen oder Heiserkeit verschont. Eine normale Erkältung ist als harmlos anzusehen, bei einer echten Grippe allerdings ist Vorsicht angeraten. Die Influenza zeigt sich meist mit heftigen Symtomen wie hohem Fieber, Gliederschmerzen und starkem Krankheitsgefühl. Oft folgt noch eine Bronchitis oder Lungenentzündung. In manchen Fällen kann die Grippe sogar zum Tod führen. Schützen kann man sich durch eine Impfung.

Diese sollte insbesondere bei Menschen durchgeführt werden, deren Immunsystem geschwächt ist. Ebenso bei Personen , die an einer chronischen Krankheit (z.B. Herzkrankheiten, Bronchitis oder anderen Lungenerkrankungen) oder an Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes leiden. Generell wird auch älteren Menschen ab 60 Jahren empfohlen, sich vorbeugend impfen zu lassen. Aber auch bestimmte Berufsgruppen sind durch häufige Personen- oder Kunden-Kontakte gefährdet, mit dem Virus in Kontakt zu kommen und sich anzustecken. Dazu gehören medizinische Berufe und Rettungsdienste, Polizei- und Verwaltungsbeamte, Lehrer und Erzieher sowie Personal von öffentlichen Verkehrsmitteln und im Einzelhandel.

So mancher glaubt durch die letztjährige Impfung noch genügend Schutz zu haben. Ein großer Irrtum: die Viren erweisen sich nämlich als äußerst flexibel. Haben sie erst einmal festgestellt, dass sie bei den von ihnen angegriffenen menschlichen Objekten vor eine Impfmauer laufen, verändern sie sich so lange, bis sie ein Schlupfloch finden, doch durch diese Mauer zu gelangen. Schon aus diesem Grund wird der Grippeimpfstoff in den Forschungslabors ständig an den neuen Virentyp angepasst. Deshalb muß jährlich eine Auffrischung erfolgen.

Die beste Zeit für den Gang zum Arzt ist kurz vor Beginn der Influenzasaison im September oder Oktober. Circa zwei Wochen nach der Impfung setzt der Schutz ein, er hält praktisch ein Jahr lang an. Die meisten Kassen übernehmen die Kosten auch bei Nicht-Risikopatienten. Menschen, die unter einer Eiweiß-Allergie leiden, müssen auf die Impfung verzichten. Bei der Herstellung des Impfstoffes werden als Ausgangsmaterial befruchtete Hühnereier verwendet.

Gegen eine normale Erkältung aber hilft auch die Impfung nicht. Die beste Vorbeugung besteht in einer gesunden Lebensweise mit vitaminreicher Ernährung und Bewegung an der frischen Luft. Und wer gerne mal eine Tasse Tee trinkt und gleichzeitig etwas für seine Abwehrkräfte tun will, für den gibt es einen besonderen Tipp: Hagebuttentee.

 

Für ältere Personen oder Personen mit bestimmten Risikopotential gilt: 
Im September Grippe Schutzimpfung und evtl Impfung gegen Pneumokokken!

Weitere Infos im Internet unter: http://www.grippe.ch/deutsch/frame.htm 

 

 

Zeckenschutzimpfung

Gefährdungsgebiete in Deutschland sind auch die Gebiete der Nebenflüsse des oberen Main - also auch die Pegnitz - 

Wichtigste Maßnahme ist die Vorbeugung eines Zeckenbisses

Zeckenbiotope zu meiden ist der sicherste Infektionsschutz. Wer sich jedoch in Zeckengebieten aufhält, sollte möglichst geschlossene helle Kleidung tragen, auf der die Zecken gut zu erkennen sind. Körper und Kleidung sollten nach Aufenthalten in Endemiegebieten bei guter Beleuchtung gründlich abgesucht werden. Die Zecken bevorzugen Lokalisationen zwischen den Beinen, in den Kniekehlen, unter den Armen, im Nacken und am Kopf (Haaransatz), die warm, feucht und gut durchblutet sind sowie dünne Hautpartien aufweisen. 
Repellents (z.B. Autan) gegen Insekten haben auch gegen Zecken eine gewisse Wirkung. Nach etwa zwei Stunden läßt diese allerdings nach.
Zeckenentfernung
Saugende Zecken sollten sobald sie entdeckt werden mit einer Pinzette, oder, wenn diese nicht verfügbar ist, mit den Fingernägeln so nahe wie möglich an der Haut gegriffen und entfernt werden, möglichst ohne die Zecke zu knicken oder zu quetschen, damit nicht unnötig virusinfizierter Speichel in die Stichstelle gelangt. Aus demselben Grund sollte auf Mittel wie Alkohol, Nagellack, Öl u.ä. verzichtet werden. Die Frage des "Wie" (z.B. die Drehrichtung) hat bei der Entfernung von Zecken keine Bedeutung.
Die Stelle des Zeckenstichs kann mit desinfizierenden Mitteln (z. B. Betaisadona) behandelt werden. Sollte ein Rest des Stechapparates in der Haut zurückgeblieben sein, könnte dieser (bei Entzündung) exzidiert werden.

Impfungen

Aktive Immunisierung

Da keine spezifische medikamentöse Behandlung verfügbar ist, kommt der vorbeugenden Impfung besondere Bedeutung zu. Für die aktive Schutzimpfung stehen Impfstoffe mit inaktivierten FSME-Viren zur Verfügung, die auf Hühnerfibroblastenzellkulturen angezüchtet und anschließend gereinigt wurden. Die Wirkungssamkeit dieser Impfstoffe ist gut. Empfohlen wird die aktive Impfung für Risikopersonen.  Kontraindikationen oder Anwendungsbeschränkungen bestehen für Personen mit Hühnereiweißallergie, Hirnschäden oder Autoimmunerkrankungen.
Die Impfung besteht aus drei Teilimpfungen. Die ersten beiden Impfungen erfolgen im Abstand von 1 - 3 Monaten, die dritte Impfung nach 9 - 12 Monaten. Der Impfstoff wird intramuskulär, vorzugsweise in den Oberarm, appliziert. Eine Boosterinjektion sollte nach 3-5 Jahren vorgenommen werden.

Neben diesem Langzeit-Immunisierungsschema sind für die beiden Impfstoffe unterschiedliche sog. Schnellimmunisierungsschemata zugelassen, das eine fordert drei Impfstoffapplikationen (O -14 Tage - 9-12 Monate), das zweite vier (O - 7 - 21 Tage - 12-18 Monate), um einen Langzeitschutz zu gewährleisten.

Eine rechtzeitige aktive Immunisierung ist in jedem Fall der passiven Immunisierung vorzuziehen, da der erreichbare Impfschutz deutlich höher ist (98-99 %). Hinzu kommt, daß Zeckenstiche häufig unbemerkt bleiben.

Passive Immunisierung

Zur passiven Immunisierung sind spezielle FSME-lmmunglobuline zweier Hersteller erhältlich. Nach Zeckenstich muß die Anwendung innerhalb von 96 Stunden und in der empfohlenen Dosierung erfolgen. Nach Ablauf von 96 Stunden sollte von einer passiven Immunisierung abgesehen werden, da dann nicht mehr mit einer ausreichenden Schutzwirkung gerechnet werden kann. Die Anwendung von FSME-lmmunglobulin ist bis auf weiteres auf Erwachsene und Jugendliche nach der Vollendung des 14. Lebensjahres beschränkt. In der medizinischen Fachliteratur wird nicht ausgeschlossen, daß die passive Immunisierung möglicherweise auch den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen kann.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hat 1995 hinsichtlich der FSME-lmpfungen folgende Zusammenfassung gegeben:

Die aktive FSME-lmpfung verleiht guten Schutz.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) sind, wie bei anderen Impfungen, möglich und können in einzelnen Fällen auch mit einer Erkrankung
des peripheren oder zentralen Nervensystems einhergehen.

Die bislang vorliegenden Daten (UAW, begutachtete Fälle von UAW mit neurologischer Symptomatik, Impfstoffdosen) sprechen nicht dafür, daß die Rate der UAW mit neurologischer Symptomatik auffallend höher liegt als bei anderen Impfungen.

Die aktive Impfung sollte bei entsprechend sorgfältig gestellter Indikation durchgeführt werden.

Das Maß der Wirksamkeit der passiven Immunisierung ist beim Menschen nicht ausreichend belegt.

 

 

 

Gesunde Ernährung

 

Laß deine Nahrung deine Medizin sein  
Hippokrates 460 v. Chr 

 

Hinweise auf regionale Öko-Betriebe weiter unten

Wir essen ca. 100 000mal während unseres Lebens. Erwachsene essen und trinken jeden Monat ihr eigenes Körpergewicht. Im Laufe eines Lebens nehmen wir zwischen 60 und 70 Tonnen an Nahrung zu uns. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts jedoch haben sich unsere Eßgewohnheiten völlig verändert. Unser Getreideverzehr ging um 70 Prozent zurück, unser Verbrauch an Vollkornprodukten um 90 Prozent, an Kohlenhydraten um 50 Prozent, an Ballaststoffen sogar um 70 Prozent. Zugleich stieg unser Fettverzehr um zehn Prozent auf 40 Prozent, der Anteil an tierischem Eiweiß um 20 Prozent und der Verbrauch von Zucker sogar um satte 100 Prozent. Auch der Verzehr ballaststofffreie Nahrungsmittel hat sich versechsfacht.
Außerdem haben leider Gemüse und Früchte, im Zeitalter der Chemie, des Intensivanbaues mit seinen Manipulationen und der monströsen Treibhäuser - wo sie nicht einmal mehr auf Erde wachsen und eine künstliche Sonne auf sie scheint - auch ihre inneren Werte verloren. Doch bei bewußter  Auswahl sind sie neben den Getreideprodukten das Herzstück unserer wertvollen Vollwert- Nahrung (siehe Ernährungspyramide weiter unten).
Es gibt viele triftige Gründe dafür, heute gute, reife und möglichst schonend behandelte Pflanzenkost zu bevorzugen und tierische höchstens als Zugabe zu essen. 
Hier einige Argumente, die längst wissenschaftlich untermauert sind.
Das beste Argument dafür, weniger Fleisch zu essen und statt dessen viel mehr Gemüse, Salat und Obst ist immer noch dies: 
Vegetarier leben nachweislich gesünder!
Zahlreiche internationale und nationale wissenschaftliche Untersuchungen haben das belegt. Unter anderem kamen zwei große deutsche Studien (des Instituts für Sozialmedizin und Epidemiologie beim Bundesgesundheitsamt in Berlin und des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg) zu fast identischen Ergebnissen:
• Vegetarier haben nur selten Übergewicht;
• ihr Blutdruck und ihre Cholesterinwerte sind weitaus besser als die von eifrigen Fleischessern;
• sie haben viel niedrigere Harnsäurewerte, damit verringert sich ihr Gichtrisiko, und ihre Nieren funktionieren besser;
• unter Vegetariern gibt es wesentlich seltener Diabetiker;
• die Gefahr, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, vermindert sich bei ihnen um 30 bis 80 Prozent;
• sie haben weniger Gallensteine und weniger Divertikel, Verstopfung kennen sie meist nur vom Hörensagen;
• ebenso sind sie besser geschützt vor ernährungsbedingten Krebsarten wie zum Beispiel Dickdarm- und Brustkrebs;
• viele Allergiker und auch Neurodermitiker sind ebenfalls ihre Allergie oder Hautkrankheit durch vegetarisches Essen losgeworden.

Die "Kreta-Diät" rettet Leben
Mit dieser Schlagzeile berichtete das Ärzteblatt Medical Tribune geradezu euphorisch, daß die Bewohner der Mittelmeerinsel Kreta, die bekannt sind für ihre außerordentliche Gesundheit und Langlebigkeit, um 70 Prozent weniger Herzinfarkt-Tote gegenüber anderen Ländern beklagen.
Sehr viel Gemüse und Obst, Joghurt, Olivenöl, Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Kräuter, wenig Fleisch, aber viel Fisch und etwas (!) Rotwein heißt das Rezept, das gar keines ist. Denn die Mittelmeerbewohner leben seit 4000 Jahren so. "Mediterrane Kost" nennen es vornehm moderne Ärzte.
Antonis Kafatos, Professor der Präventivmedizin und Ernährungswissenschaft an der Universität Kreta, hat seit 1960 insgesamt 700 Männer auf dem Land immer wieder untersucht. Er schrieb genau auf, was diese Menschen essen und trinken. Bis heute beobachtete er sie. Nach 35 Jahren gab es in seiner Untersuchungsgruppe auf Kreta noch 50 Prozent Überlebende, in Finnland bei einer parallel laufenden Untersuchung zur gleichen Zeit keinen einzigen Überlebenden. - Die Kreter beziehen übrigens ein Drittel ihrer täglichen Energie aus Olivenöl

 

Die Ernährungspyramide zeigt, wie man sich gesund ernährt. Essen Sie täglich etwas aus jeder Lebensmittelgruppe. Je weiter Sie zur Spitze kommen, desto weniger. Wichtig ist, daß die Basis aus Getreide stimmt, d.h. zu jeder Mahlzeit sollten Sie Brot, Cerealien, Reis- oder Nudelgerichte essen. 
 

Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Ernährung

"5-a-day: 5mal täglich Obst und Gemüse"

Obst, Gemüse und Co. liefern lebenswichtige Nährstoffe und Ballaststoffe und sind kalorienarm. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zu Gesundheit, Fitneß und Leistungsfähigkeit. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Landesärztekammer Hessen führten im Herbst 1998 die Kampagne "5-a-day: 5mal täglich Obst und Gemüse" durch, um zu einem reichlichen Verzehr von Obst und Gemüse zu motivieren. "5-a-day" bedeutet, 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag zu essen. Das heißt, 3 Portionen oder 375 g Gemüse - davon etwa die Hälfte roh - und 2 Portionen oder 250 bis 300 g Obst (zusammen ca 700g)- am besten frisch.

Aber selbst wenn diese Forderungen erfüllt sein sollte, wird es immer schwerer, den Bedarf an Mineralstoffen und Spurenelementen über die Nahrung zu decken. Durch moderne Ernährungsgewohnheiten, aber auch durch die Methoden der konventionellen Landwirtschaft, verlieren unsere Nahrungsmittel zunehmend an Nährstoffen und damit an Wert. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Böden in den letzten Jahrzehnten verarmten diese zunehmend in ihrem Mineralstoffgehalt. Die zunehmende Belastung mit Schwermetallen und saurem Regen tut hier ein übriges. Dadurch enthalten Obst, Getreide und Gemüse "von Natur aus" lange nicht mehr so viele Mineralien wie noch vor 20 oder 30 Jahren (siehe Tabelle unten). Biologische Anbaumethoden respektieren die Bedürfnisse von Pflanzen und Böden besser und führen nicht zu deren Verarmung. Daher sollten Nahrungsmittel ans biologischem Anbau generell bevorzugt werden. Auch zu langes Kochen und Warmhalten der Speisen führt zu erheblichen Mineralstoffverlusten. Die Garzeiten sollten daher generell so kurz wie möglich gehalten werden. Besonders Gemüse sollte "al dente" d. h. bissfest, in nur wenig Wasser gegart und darin sofort serviert werden. Frische Kräuter sind besonders reich an Mineralien. Um diese zu erhalten, sollten die Kräuter erst nach dem Garen unter die Speisen gemischt werden. Der Patient sollte auch rohes Obst und Gemüse in seinen Speiseplan einbauen. Ein Mineralstoffdefizit kann außerdem durch einen vermehrten Verbrauch infolge eines starken Säureüberschusses auftreten, wenn der Körper zum Ausgleich der überschüssigen Säuren auf die "Basendepots" zurückgreifen muß

Durch unsere Ernährung entstehen im Körper Stoffwechselschlacken (sogenannte Radikale), die für die Entstehung und Verschlimmerung vieler Erkrankungen (z.B. Zuckerkrankheit, Krebs usw.) verantwortlich sind. Diese gefährlichen Stoffwechselprodukte werden durch Obst- und Gemüsebestandteile entgiftet.

Aber bedenken Sie:

- Obst aus dem Laden wird nicht reif geerntet
- Es wird nach der Ernte behandelt, um haltbar zu bleiben und frisch auszusehen. Die gängigste Methode ist die Bestrahlung mit Gamma-Strahlen. (Hier werden wichtige Vitalstoffe zerstört.)
- Es wird mit Spritzmitteln behandelt, um haltbar zu bleiben.
- Der gemessene Vitamingehalt von Obst und Gemüse hat sich in den letzten Jahren drastisch reduziert:
Veränderung des Vitamingehalt von Obst und Gemüse (Werte 1996 im Vergleich zu Angaben 1985)
Vitamin C Fol Säure Vitamin B6 ß-Carotin
Äpfel -82%
Erdbeeren -67%
Bananen -84% -92%
Kartoffel +25%
Spinat -58% -59%
Brokkoli -52% -36%
Bohnen -12% -61%
Fenchel -76%
Karotten -12%
Quelle: WELT am Sonntag, Nr. 34, 24. August 1997

Als Alternative bleibt nur Obst aus dem eigenen Garten oder vom ökologischen Obstbau aus der Region.

Viele können jedoch die erforderlichen Mengen an Obst und Gemüse gar nicht essen. Gerade die einseitige Ernährung bei Berufstätigen (wer kann schon den Empfehlungen der Ernährungswissenschaftler folgen und 5x am Tag Obst und rohes Gemüse essen, (insgesamt ca. 700g), älteren Menschen, die oft wenig Appetit haben, aber auch in der körperlichen Entwicklung befindliche Schüler mit Fastfood Essen, muß zur Unterversorgung mit Vitalstoffen führen.
Die Folge ist eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten und Krebsleiden. Aber auch Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und andere Gesundheitsstörungen.
Vitamintabletten enthalten nicht alle wichtigen Stoffe und sind meist falsch dosiert oder mit künstlichen Vitaminen hergestellt.

Vitamine allein sind nicht alles

Man weiß schon seit langem, daß Vitaminmangel zu Erkrankung führt. Das bekannteste Beispiel ist Skorbut, die durch Vitamin C Mangel hervorgerufene Erkrankung der Seefahrer. Aber auch viele andere Erkrankungen besonders sogenannte Zivilisationskrankheiten werden mit Vitaminmangel in Verbindung gebracht. Deshalb hat man Untersuchungen gemacht, um zu erforschen, ob zusätzliche Vitamingabe die Entstehung und Verschlimmerung solcher Erkrankungen heilen kann. Man hat zwei Gruppen gebildet. Eine Gruppe erhielt Vitamine, die andere Gruppe erhielt Kapseln ohne Vitamine. Nach einiger Zeit hat man beide Gruppen untersucht und hat festgestellt, daß die Erkrankungen durch Vitamingabe allein nicht beeinflußt wurden. Haben jedoch die Personen nicht Vitamintabletten sondern Vitamine in Form von frischem Obst und Gemüse gegessen, so sind die Erkrankungen in dieser Gruppe seltener aufgetreten oder haben sich zurückgebildet. Es sind also noch andere Substanzen im Obst und Gemüse vorhanden, die Einfluß auf das Krankheitsgeschehen haben. Deshalb hat es wenig Sinn reine Vitamintabletten zu nehmen.

 

 

Artikel vom 25.01.2002 aus den Nürnberger Nachrichten Regionalteil vom freien Mitarbeiter der NN Ulrich Brühschwein, Fax 09829/93015

Team der Fachhochschule Triesdorf untersuchte 50 verschiedene Säfte auf ihre elektroenergetische Wirkung

Vitaler durch Apfelsaft von Streuobstwiesen ?

Erzeugnisse aus kleinen Musterreihen kamen besser weg als industriell gepreßtes Säfte – Wirkung auf Gesundheit ist umstritten

Triesdorf – Diese Nachricht aus der Fachhochschule Triesdorf dürfte Naturschützer, Landschaftspfleger und die Vermarkter von Streuobst freuen: Saft aus Äpfeln bäuerlicher Herkunft, in kleineren Mostereien gepreßt, sollte gesünder sein als industriell hergestellten Saft.
Mit neuen Untersuchungsmethoden hat FH – Prof. Manfred Hoffmann nachweisen können, daß in Streuobst – Apfelsaft deutlich mehr sogenannte bioaktive Wirkstoffe enthalten sind, die dem menschlichen Organismus ausgesprochen zuträglich sein sollen.
Wenn Manfred Hofmann die Grundlage seiner Untersuchungsmethoden erklärt, muß er ziemlich weit ausholen. Schon der österreichische Physiknobelpreisträger Erwin Schrödinger, erzählt der Professor, habe gefordert, daß Nahrungsmittel nicht nur nach ihrer rein stofflichen Zusammensetzung qualitativ beurteilt werden dürfen. Sondern daß bei Lebensmitteln auch deren elektroenergetischer Einfluß auf den menschlichen Organismus beachtet werden müsse.
Dieser physikalische Aspekt der Nahrungsmittelqualität wurde nun am Beispiel Apfelsaft in Triesdorf naturwissenschaftlich fundiert untersucht. Bei den Meßreihen, die ein Diplomphysiker im Labor durchgeführt hat, wurde der Elektronengehalt der bioaktiven Stoffe im Saft ermittelt.

Elektronenmangel ausgleichen

Doch was haben Elektronen in Nahrungsmittel mit gesundheitsfördernder Ernährung zu tun? Es gehe um die sogenannten Freien Radikale in menschlichen Körper, erklärt der Wissenschaftler. In Organismus des Menschen gebe es organisch – chemische Verbindungen, die einen Elektronenmangel hätten, sich also energetisch nicht im Gleichgewicht befänden – eben die Freien Radikalen.
Um ins Gleichgewicht zu kommen entrissen diese anderen intakten Verbindungen im Körper Elektronen. Die geschädigte Verbindung versuche ihrerseits wieder, diese Lücke zu decken. So komme es zu einem "Dominoeffekt", der sich im Körper fortsetzt.
Dieser Effekt werde von der Medizin für eine ganze Reihe von "Radikalen – Krankheiten" wie dem grauen Star, Parkinson, einigen Krebsarten, aber auch für vorzeitiges Altern verantwortlich gemacht. Der Krankheit auslösende Prozeß im Körper werde dann unterbrochen, wenn ihm Nahrungsmittel zugeführt werden, die ausreichend bioaktive Stoffe enthalten und damit den Organismus sozusagen einer "Elektronendusche" unterziehen.
Bei der Untersuchung von rund 50 Apfelsaftsorten, wovon etwa ein Drittel aus Steuobstbeständen stammte, habe man ein eindeutiges Ergebnis erhalten, berichtet Prof. Hoffmann.
Elektroenergetisch gesehen seien die Säfte aus Streuobst und als kleinen Mostereien qualitativ besser als die industriell hergestellten Apfelsäfte gewesen. "Alle ganz guten Werte fanden wir bei Streuobst – Apfelsaft aus kleinen Mostereien, alle Säfte aus Großmostereinen unterschieden sich in ihrer elektroenergetisch niedrigen Qualität kaum voneinander.
Warum das positive Untersuchungsergebniss für Streuobst und sein Nachfolgeprodukt Saft? Professor Hofmann hat eine ganze Reihe von wissenschaftlich fundierten Erklärungen parat. Eine der wichtigsten: wesentliche Voraussetzung für eine Pflanze, die elektronenreichen bioaktiven oder auch sogenannten sekundären Wirkstoffe erzeugen zu können, sei ihr möglichst stressfreies Wachstum. Ein solches hätten i. d. R. z. B. Streuobstbäume.
Anders als Plantagenbäume müßten sie keine Höchsterträge liefern und würden deshalb anders beschnitten. Bei ihnen stimme das Verhältnis von Wurzelwerk zum Kronenumfang.
Aber auch für Gemüse, Trauben oder Fleisch sei wissenschaftlich nachgewiesen: je naturnäher und stressärmer gewachsen, desto höher der Anteil der bioaktiven Stoffe, die in künftigen Nahrungsmittel zur Verfügung stehen.
Apfelsaft aus kleineren Mostereien hätten auch deswegen so gut abgeschnitten, weil hier kaum Plantagenfrüchte, sondern meist nur natürlich gereifte, oftmals sogar Hand sortierte Äpfel zu Saft gepreßt würden.

Diskussion in Fachkreisen

Daß der Zusammenhang zwischen elektroenergetischer Qualität von Nahrungsmitteln und Gesundheit in Fachkreisen nicht überall anerkannt wird, ficht den Triesdorfer Wissenschaftler Manfred Hofmann nicht an: "So ist das in der Wissenschaft: die erste Generation forscht, die zweite bekämpft die neuen Ergebnisse, die dritte Wissenschaftlergeneration sagt, das haben wir schon immer gewußt."

Artikel Ende

 

 

Artikel aus der Ärztezeitung vom 11.02.2003



Der Genuß ungeschälter Äpfel bringt mehr als reines Vitamin C


Sekundäre Pflanzenstoffe schützen wahrscheinlich vor Krebs / Beim Apfel sind die meisten der protektiven Substanzen in der Schale

BERLIN (gün) Bei einem Drittel aller Krebserkrankungen wird davon ausgegangen, daß ihre Entstehung mit falscher Ernährung zusammenhängt. Das Essen von viel Obst und Gemüse soll vor Krebs schützen. Aber was davon ist belegt, und was sind die Wirkungsmechanismen? Das soll etwa die EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-Studie klären.

In vielen retrospektiven epidemiologischen Studien ist ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs nachgewiesen worden. So sind die Krebsraten dort besonders niedrig, wo der Pro-Kopf-Verbrauch an Obst und Gemüse besonders hoch ist, etwa in den Mittelmeerländern.

Prospektive Studien, die den vor Krebs schützenden Effekt von Nahrungsmitteln sichern, sind aber selten. Interventionsstudien gibt es gar nicht, wie Professor Hans K. Biesalski, Ernährungswissenschaftler der Universität Stuttgart-Hohenheim, vor kurzem bei einem "5-am-Tag-Symposium" in Berlin gesagt hat. "5 am Tag" ist eine internationale Kampagne, bei der auf den Nutzen von täglich mindestens fünf verzehrten Portionen Obst und Gemüse für die Gesundheit hingewiesen werden soll.

Ein Beispiel für eine prospektive Untersuchung zu Krebs und Ernährung ist die seit 1994 laufende EPIC-Studie. Alle zwei Jahre beantworten Studienteilnehmer Fragen zu ihrem Gesundheitszustand und zu Lebensgewohnheiten wie Ernährung, körperliche Aktivität und Nikotinkonsum. In Deutschland nehmen in den Studienzentren Heidelberg und Potsdam mehr als 53 000 Menschen zwischen 35 und 65 Jahren teil.

Eine erste Zwischenanalyse habe bestätigt, daß sich mit zunehmendem Konsum von Obst und Gemüse das Krebsrisiko im oberen Verdauungstrakt moderat verringert, so der Studienleiter Professor Elio Riboli aus Paris auf dem von der Deutschen Krebshilfe veranstalteten Symposium.

Welche Inhaltsstoffe wirken protektiv?

Wenn also ein hoher Obst- und Gemüseverzehr offensichtlich vor Krebs schützen kann, stellt sich als nächste Frage: Welche Inhaltsstoffe wirken protektiv?

Inzwischen richtet sich das Augenmerk von Forschern vor allem auf die sekundären Pflanzenstoffe, darunter Polyphenole, Phytosterine, Glucosinolate, Protease-Hemmstoffe, Flavonoide, Phytoöstrogene. So habe zum Beispiel Vitamin C als Monosubstanz in einer In-vitro-Studie fast keine, der Extrakt geschälter Äpfel eine mäßige und der Extrakt ungeschälter Äpfel - in der Schale sind die meisten sekundären Pflanzenstoffe - die stärkste antioxidative Wirkung aufgewiesen, so Professor Gerhard Rechkemmer von der Technischen Universität München.

Unter den etwa 50 000 verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen in den Nahrungspflanzen des Menschen die tatsächlich schützenden Substanzen nachzuweisen, ist jedoch fast so etwas wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Man stehe hier noch ganz am Anfang der Forschung, so der Wissenschaftler. Er rät dazu, sich vor allem an die Empfehlung von Krebsgesellschaften und der Weltgesundheitsorganisation zu halten, fünfmal am Tag Obst oder Gemüse zu essen.

TIPP

Eine Portion Obst paßt meist in eine Hand

"5 am Tag" ist das Motto einer 2000 gestarteten Kampagne zur Krebsprävention. Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) ist einer der Mitbegründer. 
Das Ziel: Menschen dazu zu animieren, täglich fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen, für Erwachsene heißt das etwa 600 Gramm am Tag.

Dabei muß niemand eine Waage benutzen: Eine Portion läßt sich mit den Händen abmessen. Eine Frucht, die in eine Hand paßt, gilt als eine Portion. Dies wäre für Erwachsene ein mittelgroßer Apfel, für ein Kleinkind eine Aprikose. Kleinere Früchte wie Johannisbeeren oder kleingeschnittenes Gemüse gelten als eine Portion, wenn sie in die aus zwei Händen gebildete Schale passen. Eine der fünf Portionen kann ein Glas Obst- oder Gemüsesaft sein, gegartes Gemüse, Kompott oder Trockenobst zählen mit.


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Schädliches Eiweiß kann nur durch Vitamine entgiftet werden.

Seit kurzem ist der Zusammenhang zwischen dem vermehrten Auftreten eines bestimmten Eiweißes und dem Entstehen oder der Verschlimmerung vieler Erkrankungen bekannt. Viele Ernährungswissenschaftler fordern deshalb die vermehrte Zufuhr von Vitaminen.
Bei diesem Eiweißstoff handelt es sich um das sogenannte Homocystein.
Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die normalerweise nur innerhalb der menschlichen Zelle vorkommt. Bei zu hoher Konzentration zerstört sie die menschliche Zelle. Sie entsteht im Stoffwechsel als Zwischenschritt bei der Übertragung von Kohlenstoffresten. Diese sind ein Grundbaustein aller organischen Substanzen. Dieser Eiweißstoff wird für lebenswichtige Stoffwechselvorgänge dringend benötigt. Allerdings muß er nachdem er seine Aufgaben erfüllt hat wieder abgebaut werden, um den Körper nicht schädigen zu können. 

Mehr zum Thema Homocystein finden sie hier

Abgebaut werden kann dieser gefährliche Eiweißstoff nur dann, wenn auch Vitamin B12, Folsäure und Vitamin B6 in ausreichender Konzentration in der Zelle vorhanden ist.

Die zentrale Stellung dieser Eiweißsubstanz macht verständlich, daß sie nicht nur für die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen, sondern auch anderer Erkrankungen bedeutsam ist. So mehren sich nach Angaben von Professor Karl-Ludwig Resch vom Forschungsinstitut für Balneologie und Kurortwissenschaft in Bad Elster die Indizien dafür, daß hohe Konzentrationen dieses Eiweißes auch mit folgenden Krankheiten in Verbindung gebracht werden müssen:
- Diabetes mellitus (Blutzucker)
- chronisch entzündliche Darmerkrankungen
- chronische Nierenschwäche
- Erkrankungen des Nervensystems

Deshalb fordern Ernährungswissenschaftler zusätzlich, diese Vitamine zu sich zu nehmen. Die amerikanische Gesellschaft für Herz-Kreislauferkrankungen (AHA) empfiehlt den Verzehr von Lebensmitteln, die mit Folsäure, Vitamin B6 und B12 angereichert sind. In manchen Fällen sollten zusätzlich Multivitaminpräparate eingenommen werden, die 400 µg Folsäure, 2 mg Vitamin B6 und 6 µg B12 enthalten. Zu beachten sei auch, daß Personen mit Vorerkrankungen, etwa der Niere, wesentlich höhere Vitamindosen zu sich nehmen müssen. Einen Schritt weiter ist man in Ungarn gegangen. Dort werden bereits seit Jahren die Grundnahrungsmittel mit den drei Vitaminen angereichert. "Ich denke, hier hat eine Regierung Verantwortung gezeigt", betonte ein Ernährungswissenschaftler auf der Medica. Auch in Deutschland müsse man endlich diesen Erkenntnissen Rechnung tragen.
Frauenärzte wissen, daß dieses Eiweiß mit Schwangerschaftskomplikationen wie Eklampsie und Frühgeburten, sowie frühkindlichen Mißbildungen wie Neuralrohrdefekte, in Verbindung gebracht werden muß. Man vermutet, daß von diesem Eiweiß fruchtschädigende Wirkungen in der Frühschwangerschaft ausgehen. Daher werde Frauen die schwanger werden wollen, empfohlen, bereits vier Wochen vor der Konzeption 400 µg Folsäure täglich zusätzlich zur normalen Ernährung zu sich zu nehmen. Die Dosis sollte während der gesamten Schwangerschaft beibehalten werden

 Homocysteinspiegel im Blut über 12 µmol/l: Ein Fall für die Behandlung!!

B-Vitamine und Folsäure stimulieren den Abbau

Moderat erhöhte Homocystein-Spiegel von 12 bis 30 µmol/l im Plasma/Serum gelten inzwischen als eigenständiger Risikofaktor für degenerative Gefäßerkrankungen. 
Die Aminosäure Homocystein wird im zellulären Methionin-Stoffwechsel gebildet. Auf Grund seiner starken Zellschädigung wird die interzelluläre Konzentration des Homocysteins niedrig gehalten. Wie das geschieht, erläuterte Prof. Dr. Jürgen Geißel (Universität Homburg/Saar) kürzlich beim Bayer Pharma Presseseminar in Hamburg: Zum einen wird Homocystein mit Hilfe der Vitamine B6 und B12 sowie Folsäure abgebaut. Andererseits wird die Aminosäure ins Plasma exportiert, wo sie zur vermehrten Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und damit zu einer Schädigung der Gefäßinnenwand beiträgt. Nach neuen Erkenntnissen, so Geißel, wirkt Homocystein im Plasma zudem fördernd auf die Entstehung von Thrombosen..
Hauptursache für Hyperhomocysteinämie ist unzureichende Versorgung mit Cobalamin, Pyridoxin und Folsäure. Als besonders gefährdet gelten ältere Menschen und Vegetarier – vor allem, wenn sie auf jegliche tierische Nahrung einschließlich Milch- und Eiprodukten verzichten (= Veganer). Seltener führen Nierenschwäche und Gendefekte zu überhöhten Homocystein-Werten. Als Interventionsgrenze nannte Geißel die Marke von 12 µmol/l. Liegen weitere Gefäßrisiken vor, wie etwa Bluthochdruck, zu hoher Cholesterinspiegel, Blutzuckerkrankheit, Übergewicht und/oder Nikotinabusus, sollte ein Grenzwert von 10 µmol/l gelten. 

Hohes Homocystein – so wird richtig behandelt

Homocystein-Wert

Folsäure

Vitamin B12 (Cobalamin)

Vitamin B6 (Pyridoxin)

leicht erhöht
(12 bis 15 µmol/l)

0,4 bis 1 mg/d

3 bis 30 µg/d

2 bis 100 mg/d

stark erhöht
(> 15 µmol/l)

1 bis 5 mg/d

30 bis 500 µg/d

20 bis 100 mg/d

nach Geißel

 

Muß nun jeder täglich Vitaminpillen schlucken?

"Die Natur hat es nicht darauf abgesehen, daß wir in der Apotheke landen", meint ein Ernährungsexperte. Wer täglich etwa 700g Obst und Gemüse zu sich nehme, dessen Bedarf an B-Vitaminen sei normalerweise gedeckt. Leber sei zwar auch Folsäurereich, jedoch wegen der Belastung mit anderen Substanzen nicht zu empfehlen.
Zusätzliche Vitaminergänzung ist nur nötig bei mangelnder Vitaminzufuhr (weniger als 5x tägl Obst und Gemüse - ca 700g pro Tag), bei erhöhtem Bedarf z.B in der Schwangerschaft oder bei bestimmten chronischen Erkrankungen z.B. Blutzuckererkrankung, erhöhter Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen, Nierenschwäche usw.

 

Sekundäre Pflanzenstoffe das Immunsystem der Pflanzen.
In ihrer Entwicklung haben die Pflanzen ein Abwehrsystem aufgebaut, um sich gegen schädliche Umwelteinflüsse zu wehren. Dieses Abwehrsystem sind die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Mit dem Verzehr dieser Substanzen können wir Gesundheit essen.

Wo findet man nun die Gesundheit im Essen?
Es hat lange gedauert, bis wissenschaftlich beweisbar war, daß man Gesundheit essen kann. 
Vor gut 10 Jahren sprach man in internationalen Fachkreisen noch übervorsichtig davon, daß es in unserer Pflanzennahrung neben den primären Nährstoffen Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine etc. auch noch sehr geheimnisvolle sekundäre Stoffe gäbe. Diese könnten möglicherweise wie Arzneimittel wirken.
In Deutschland standen die Experten diesem Phänomen anfangs höchst reserviert gegenüber. Inzwischen hat sich vieles geändert. Wir wissen jetzt: Sie existieren in Hülle und Fülle, die aktiven, geheimnisvollen Substanzen - in jeder Frucht, jedem Gemüse, jedem Getreidekorn und jeder Nußschale stecken sie.
Dann überschlugen sich die Meldungen fast. In rasendem Tempo folgten Entdeckungen. Die Fachleute waren fasziniert, und eine ganze neue Wunderwelt tat sich hier auf: Rot-gelb-grün leuchtende Heil- und Schutznahrung, von der Natur uns allen geschenkt, für jeden erreichbar. Wir konnten sie quasi kostenlos, als Zugabe beim täglichen Einkauf vom Markt nach Hause tragen und dann auf dem Teller servieren - mit köstlichem Geschmack, duftend, saftig, knackig. Und auf diese einfache Art war es uns möglich, damit vielerlei körperlichen Beschwerden und Leiden vorzubeugen, ja sie mitunter sogar zu heilen. Das klang wie Zauberei.

Heute läuft in der ganzen weiten Welt die aufregende Jagd nach den sogenannten Phytochemicals, den Pflanzenchemikalien. 
Zwischen 10 000 und 30 000 sollen es geben. Allein das Nationale Krebsinstitut in den USA investierte 50 Millionen Dollar in eine Forschung, die solche Stoffe sucht, isoliert und studiert. Täglich gibt es neue Freudenbotschaften, daß man wirklich Gesundheit essen kann.
Fast pausenlos entdecken Forscher zur Zeit immer noch neue Stoffe, Aminosäuren, vitaminähnliche Substanzen, Enzyme etc. Vor allem aber weiß man heute, daß in unserer täglichen Nahrung zahllose weitere sehr geheimnisvolle Stoffe stecken, die zum Teil noch gar nicht genau identifiziert sind. Da ist noch Abenteuerliches zu erwarten, vor allem in jenen sekundären Pflanzenstoffen , bioaktiven Stoffen mit vielerlei Schutz- und Heilwirkung. Fast täglich werden neue entdeckt, mit wunderbaren Wirkungen auf unsere Gesundheit.
Die sekundären Pflanzenstoffe wirken wie Arzneimittel
Die sekundären Pflanzenstoffe bestehen aus höchst unterschiedlichen chemischen Verbindungen.
Ihre Hauptmerkmale:
• Sie kommen nur in geringen Mengen vor.
• Sie kommen nur in bestimmten Pflanzen vor.
• Sie üben pharmakologische Wirkungen aus - wie Arzneimittel.
Vorrangig haben diese geheimnisumwitterten Stoffe nach Leitzmann/Watzl folgende gesundheitsfördernde Eigenschaften:
• Sie wirken antimikrobiell, das heißt, gegen Krankheitserreger verschiedenster Art.
• Sie wirken antikanzerogen, sprich, sie schützen vor Krebserkrankungen und/oder hemmen die Krebsentwicklung.
• Sie wirken antioxidativ, das heißt, sie bekämpfen unsere gefährlichen Zellgifte, die Sauerstoff - Radikalen.
• Sie wirken immunmodulatorisch, das heißt, sie stärken unser körpereigenes Abwehrsystem.
Darüber hinaus enthält unsere Pflanzennahrung aber auch noch weitere potente Wirkstoffe, sogar Hormone; zum Teil bildet sie diese sogar erst im Stoffwechsel. Die Hormone können zum Beispiel den Blutdruck regulieren, den Cholesterinspiegel senken, den Blutzuckerspiegel in Balance halten oder die Verdauung fördern.
Das Wunderwerk Mensch läuft erst mit 50 Makro- und Mikro- Nährstoffen
Tag und Nacht brauchen wir sie - neben dem absolut unentbehrlichen Sauerstoff -, die vier Makro- Nährstoffe Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett und Wasser. Wir brauchen sie in relativ großen Mengen (deshalb der Name Makro), denn sie werden als unsere Energie- und Wärmespender verheizt. Dazu brauchen wir aber auch noch zwischen 40 und 50 andere Substanzen, die Mikro- Nähr- und Wirkstoffe, lebensnotwendig. Man nennt sie auch Wachstums- und Instandhaltungs- Chemikalien. Das sind die Mineralien und Spurenelemente, die essentiellen Fettsäuren und essentiellen Aminosäuren.
Essentiell bedeutet: Der Körper kann sie nicht selbst herstellen - wir müssen mit der Nahrung immer für Nachschub sorgen. Alle diese Nährstoffe zusammen machen erst gesundes Wachstum, geistige und körperliche Entwicklung bei Kindern, Zell- und Gewebeerneuerungen, Abwehr und Reparaturen, die den Alterungsprozeß aufhalten, möglich. Sie gleichen Verluste aus, sorgen für einen ausbalancierten Stoffwechsel, füllen leer gewordene Speicher wieder auf und stellen sicher, daß das Wunderwerk Mensch stets reibungslos läuft.

In letzter Zeit wird zurecht die unkritische Einnahme von Nahrungsergänzungsstoffen durch die Verbraucherverbände und Ernährungsexperten kritisiert. Bei gesunder Ernährungsweise brauchen gesunde Personen bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Kinderwunsch) keine zusätzlichen Stoffe einzunehmen. Es gibt jedoch eine Menge Belastungen oder Erkrankungen, bei denen eine zusätzliche Einnahme sinnvoll ist. So sollten auch Sportler zusätzliche Stoffe zuführen. Im Zweifelsfall lassen sie sich von ihrem Hausarzt eine Ernährungsberatung geben. Es gibt Nahrungsergänzungsmittel, in denen nicht nur die notwendigen Vitamine, sondern auch viele andere wichtige Substanzen enthalten sind. Bevor sie für unsinnige Pillen viel Geld ausgeben, fragen sie ihren Hausarzt. Nur er kennt all ihre gesundheitlichen Belastungen.

 

Biokost und Ökoanbau

Die Menschen sind aufgeschreckt: Schweinemastskandal, BSE Maul und Klauenseuche. Immer mehr Experten beschwören eine Neuorientierung, ein bewussteres Verhalten von Produzenten und Konsumenten. Ob tatsächlich neue Wege beschritten werden darüber stimmt jeder einzelne Verbraucher mit der Geldbörse ab. Aber was sind momentan seine Alternativen?
Bio und Regionalkost
Sind Bioprodukte wirklich gesünder als herkömmliche Lebensmittel? Sie sind nicht nur vitamin- und mineralstoffreicher, sie enthalten auch weniger Zusatzstoffe wie Nitrat. Weil Pflanzen vor allem in Treibhäusern diese Art der Nachhilfe brauchen, empfiehlt es sich, seinen Speiseplan nach Saisonfrüchten zusammenzustellen. "Wochen- statt Weltmarkt" empfehlen darum das Freiburger Öko-Institut und seit der BSE-Krise auch ein großer Kreis von Kasseler Agrarwissenschaftlern. Weiterer Vorzug: Regionale Nahrungsmittel müssen nicht hunderte von Kilometern transportiert werden - das schont die Umwelt.
Bioverbände
Bioland, Demeter und Naturland sind die drei größten Bioverbände. Sie garantieren eine hohe Produkt-Qualität, die streng kontrolliert wird. Gemeinsame Kriterien: umweltschonende Verfahren sowie Verzicht auf künstliche Schädlings- und Unkrautbekämpfung.
Bioland ist der größte der neun Anbauverbände. Seine Methode ist organisch-biologisch und greift auf wissenschaftlich erforschte Zusammenhänge zwischen Boden, Pflanze, Tier und Mensch zurück. Der Hof wird als geschlossenes System betrachtet. Darum muss der überwiegende Futteranteil für die Tiere vom eigenen Hof stammen, auch der zugekaufte Anteil muss ökologisch sein - bis auf zehn Prozent, für die nur bestimmte Bestandteile zugelassen sind. Tiermehl durfte und darf nicht gefüttert werden. Nur Öko-Milchaustauscher sind erlaubt.
Kontakt: Bioland LV Bayern, Tel. 0821/346800
Demeter setzt ebenfalls auf ein geschlossenes Kreislaufsystem. Zusatzstoffe wie Pestizide, Leistungsförderer und Hormone sind verboten. Mindestens zwei Drittel der jährlichen Futtermenge muss aus Demeter-Produktion stammen, der Rest aus Umstellungsbetrieben. Für Schweine sind bis zu 15 Prozent konventionelle Milchprodukte (ohne Antiblotikazusätze) erlaubt, konventionelle Milchaustauscher bei Rindern nur für eine Nicht-Bio-Vermarktung,
Kontakt: Landesvereinigung Bayern, Tel. 08166/6204. Vermarktungsorganisation: Strohhalm, Gerhard Scharrer, Aspertshofen, Tel. 09151/96969.
Naturland sieht sich vor allem als "ideologiefrei, praktisch und offen für wissenschaftliche Erkenntnisse". Tier-, Blut- und Knochenmehl durfte nie gefüttert werden.
Kontakt: Regionalverband Südost, Tel. 08137/931810.

 

 

 

Ernährungsempfehlung zur Stärkung des Knochenstoffwechsels:

Ein ausgewogenes Verhältnis von Calcium, Phosphor, Magnesium und Vitamin D ist eine wichtige Voraussetzung für einen gesunden Knochenstoffwechsel. Eine zentrale Rolle nimmt hier natürlich das Calcium ein, da es in großen Mengen im Knochengewebe vorkommt und dort für die Festigkeit des Knochens verantwortlich ist. Dabei reicht es aber nicht aus, für eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung zu sorgen. Die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung und seine Ausscheidung über die Nieren wird von einer Reihe von Stoffen, die natürlicherweise in einer Reihe von Lebensmitteln vorkommen, beeinflußt: verminderte Calcium-Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt durch
-Phosphate (Fertiggerichte, Konserven)
-oxalsäurehaltige Lebensmittel (Kakao, Spinat, Rhabarber, Mangold, Rote Beete, schwarzer Tee, Petersilie)
-Phytat (Haferflocken, Kleie)
-Zuckeraustauschstoffe (Mannit, Sorbit) - langkettige Fettsäuren (z.B. Fischöle) vermehrte Calcium-Ausscheidung über die Nieren
-eiweißreiche Kost
-Koffein 
-hohe Phosphatzufuhr
- Alkohol

Calciumresorbtionsfördernd wirken dagegen folgende Nahrungsbestandteile:
-Citrat (Milchprodukte, Citrusfrüchte)
- Ascorbat (Tomaten, Kartoffeln, grüne Paprika, Grüngemüse, Kiwi, Hagebutte, Erdbeere)
- Casein (Milchrodukte) 
- Vitamin D (Fisch, besonders in Hering, Matjes, Lachs, Heilbutt, Sardellen enthalten)

Ein ausgewogenes Verhältnis von Calcium und Phosphor (das Calcium/Phosphor-Verhältnis sollte in der Nahrung 2:1 betragen) erhöht die Calcium-Absorption und vermindert den Calcium Verlust aus den Knochen.
Um eine ausreichende Versorgung des Organismus mit Calcium sicherzustellen, sollten Lebensmittel, die den Calciumstoffwechsel positiv beeinflussen. möglichst in allen Mahlzeiten vorkommen.
Geeignete Mahrungmittel-Kombination sind z.B. Broccoli-Käse-Aufläufe oder ein Gericht aus Hering-Apfel-Joghurtsauce.
Ferner sollten phytinsäurehaltige oder oxalsäurereiche Nahrungsmittel nicht mit calciumreichen Nahrungsmittel (z.B. Milch, Joghurt, Käse) innerhalb einer Mahlzeit kombiniert werden.
Eine ausreichende Calciumversorgung wird vor allem durch fettarme Milch, magere Milchprodukte sowie Schnittkäse erreicht. Milchprodukte mit niedrigen Fettgehaltsstufen besitzen eine höhere Dichte an Mineralien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie macht man einen Wickel?

Man nehme: 
1. ein feuchtes bis nasses Wickeltuch aus Batist oder Leinen (unter Umständen mit Salz oder Senf),
2. ein Zwischentuch aus Leinen oder Frottee, das das nasse Tuch um mehrere Zentimeter überragt,
3. ein abschließendes Wolltuch, wiederum etwas breiter als das Zwischentuch.

Was soll erreicht werden?
Ab- oder Auskühlung, zum Beispiel als Wadenwickel bei Fieber: Dafür reicht das nasse Wickeltuch, wobei dieses häufiger gewechselt werden sollte, um die Verdampfungskälte auszunutzen.
Kaltreiz mit reflektorischer Wirkung, zum Beispiel als Halswickel bei Angina tonsillaris: Dafür werden das nasse Wickeltuch und das Zwischentuch benötigt.
Wärmestau, zum Beispiel als Schwitzpackung bei Bronchitis: Für diesen Wickel werden alle drei Tücher eingesetzt.

Wie macht man eine kalte Waschung?
1. Man benötigt eine Schüssel mit eiskaltem Wasser und einen rauhen Waschlappen aus Frottee.
2. Die Waschung erfolgt durch eine zweite Person, zum Beispiel morgens im noch warmen Bett, von peripher nach zentral, zum Beispiel von den Händen bis an den Stamm.
3. Zuerst wird die Streck-, dann die Beugeseite behandelt, zum Beispiel zuerst der Handrücken bis zur Schulter, dann von der Handinnenfläche bis zur Achsel.
4. Erst die rechte, dann die linke Körperseite behandeln.
5. Nach der Waschung sollte man noch 10 bis 20 Minuten im Bett ruhen und bewußt die reaktive Wärme und das allgemeine Wohlbefinden auskosten.
Was soll erreicht werden?
Die Durchblutung und damit die Abwehrkräfte sollen angekurbelt werden.